Wer sportlich ist, lebt länger. Jedoch ist der positive Effekt nicht bei allen Sportarten gleich hoch.

dd

Wer regelmässig schwimmen geht, lebt länger.
ISTOCK

Sport ist Mord, behaupten Bewegungsmuffel. Tatsächlich aber ist das Gegenteil der Fall: Sportlich aktive Menschen leben länger. Welche Sportarten sich besonders positiv auf die Lebensdauer auswirken, haben Sportmediziner kürzlich untersucht.

 

An ihrer Studie nahmen über 80 000 Männer und Frauen aus Grossbritannien teil, die im Schnitt 52 Jahre alt waren. Die Teilnehmer wurden regelmässig zu ihrem Sportverhalten befragt. Etwa die Hälfte der Probanden gab an, Sport zu treiben. Von allen Studienteilnehmern verstarben 8790 während der neunjährigen Untersuchungsperiode. Allerdings hatten jene, die Tennis, Squash oder Badminton spielten, eine um 48 Prozent höhere Überlebenschance als die Sportmuffel. Auch Schwimmer und Aerobic-Fans profitierten von ihrer Aktivität: Sie hatten ein 30 Prozent geringeres Sterberisiko. Keinen positiven Effekt erzielte hingegen der Volkssport Fussball.

 

Entscheidend sei, in welchem Mass eine Sportart die Ausdauer trainiere, sagt der Sportmediziner Arno Schmidt von der Universität Basel. Denn beim Ausdauertraining lernt das Herz, effizient zu arbeiten, und der Körper produziert viel Stickstoffmonoxid – eine Substanz, die die Blutgefässe weitet. Dadurch sinkt das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Beim Fussball aber haben die Spieler zwischen den Ballwechseln immer wieder längere Pausen – zumindest bei den Amateuren. Deswegen auf Fussball verzichten sollte trotzdem niemand, sagt Sportmediziner Schmidt. «Wer aber noch etwas für seine Ausdauer tun möchte, sollte als Ergänzung auch ab und zu joggen gehen.»

 

Martina Polek

 

 


Keine Kommentare

Hinterlasse einen Kommentar