Die Kleider der Zukunft sollen nicht nur gut aussehen, sondern uns auch das Leben erleichtern.

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Die Oberteile der US-Firma Threadsmiths sind mit einer feinen Nanostruktur beschichtet, in die Flüssigkeiten nicht eindringen können.
Threadsmiths

Ob Schuhe, die ihre Farbe ändern, selbstreinigende T-Shirts oder in Accessoires integrierte Fitness-Tracker: Die Entwicklung von intelligenten Kleidungsstücken hat zurzeit Hochkonjunktur. Durch die eingebaute Technologie sollen sie sich den Bedürfnissen und der Stimmung ihres Trägers anpassen. Doch: «Längst nicht alle Neuentwicklungen werden sich tatsächlich etablieren», sagt Markus Weder, Textilforscher bei der Forschungsanstalt Empa. So sind die wenigsten Ideen schon auf dem Markt. Ernsthaftes Produkt oder blosse Spielerei? Wir stellen einige spannende Ansätze vor.

Schlankmacher-Gürtel

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Samsung Welt

Dass Fitness-Gadgets nicht als solche zu erkennen sein müssen, zeigt dieser Ledergürtel. Er zählt die Schritte seines Trägers, registriert, wie lange er sitzt und wie sich sein Hüftumfang im Laufe des Tages verändert. Die Daten sendet er über Bluetooth an eine Smartphone-App. So soll der Gürtel helfen, nicht zu viel zu essen und sich mehr zu bewegen. Entwickelt hat ihn das Samsung Creative Lab. Bisher gibt es das High-Tech-Accessoire erst als Prototyp.

Sauberes Shirt

An der Herstellung von selbstreinigenden Kleidern haben sich schon etliche Entwickler versucht. Schon weit ist die US-Firma Threadsmiths, die neben T-Shirts und Hemden für Erwachsene auch Leibchen für Babys verkauft. Die Oberteile sind mit einer feinen Nanostruktur beschichtet, in die Flüssigkeiten nicht eindringen können. So hinterlassen Ketchup, Brei und selbst Rotwein keine Flecken. Allerdings hält dieser komfortable Effekt nicht ewig – bereits nach einigen Waschgängen ist die Beschichtung weg.

Smarte Schuhe

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Schliesst sich selbst: Der Smartshoe 001
DIGITSOLE

Ungewohnten Luxus bei kaltem Wetter bieten künftig wohl die Sneakers, die die französische Firma Digitsole entwickelt. Diese lassen sich über eine App bis auf 45 Grad Celsius aufwärmen. Die Energie dazu stammt von einer eingebauten Batterie, die einen Tag lang hält, bis man sie aufladen muss. Ein weiteres Modell wärmt nicht nur, sondern erspart dem Träger auch das Zubinden – der Schuh schmiegt sich automatisch an den Fuss. In eine andere Richtung geht der Sneaker des US-Erfinders David Coelho: Die Oberfläche seines Modells namens Shiftwear besteht fast ganz aus einem biegsamen Display. Damit lassen sich Farbe und Design der Sneakers nach Lust und Laune wechseln. Sogar das Entwerfen eigener Muster soll möglich werden. Interessierte können den Schuh bereits vorbestellen.

 

Santina Russo 

 

 


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