Die Schweizer Juniorenmeisterin im Ski Alpin nimmt es genau. Mit Sensoren untersuchte sie die Belastung ihrer Gelenke.

Die Skifahrerin Thea Waldleben in Aktion.

Die Skifahrerin Thea Waldleben in Aktion.

Die 17-jährige Nachwuchshoffnung Thea Waldleben trainiert am Sportinternat in Engelberg für ihr grosses Ziel Profiskifahrerin. «Ich weiss, dass dieser Sport riskant ist», sagt Waldleben. Vor allem die Kniegelenke sind gefährdet. Eine einzige Verletzung kann das Ende der Karriere bedeuten. Deshalb hat die junge Sportlerin untersucht, wie hoch während einer Skifahrt die Belastung auf ihre Knie ist. Dafür hat sie zwei spezielle Sensoren unterhalb der Kniegelenke befestigt. Diese registrierten bei Fahrten auf verschiedenen Pisten 100-mal pro Sekunde jede Erschütterung

 

Die Auswertung der Daten zeigt: Die stärksten Belastungen müssen die Gelenke in den Kurven aushalten – bis zum Zehnfachen des Körpergewichts. Aber selbst kleinste Unebenheiten in der Piste rütteln die Knie extrem durch. «Das hätte ich nie gedacht», sagt Waldleben.

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Im Training lässt sie sich von Sensoren überwachen.
Bild: MSR ELECTRONICS

Eine Garantie für eine unfallfreie Karriere gibt es indes nicht. Das weiss die Sportlerin nur zu gut. Mit 13 Jahren zog sie sich bei einem Sturz einen offenen Unterschenkelbruch zu und musste eine Saison lang aussetzen. Mit viel Disziplin hat sie sich zurückgekämpft. Wie wichtig Muskeln sind, die das Knie von allen Seiten stabilisieren, sei ihr nun durch ihre Untersuchung bewusst geworden, sagt Waldleben. Darum joggt sie viel auf federndem Untergrund im Wald, um die Muskulatur gezielt aufzubauen. So ist sie gewappnet für die Piste: «Ich liebe das Kribbeln, wenn ich mit 90 Kilometern pro Stunde den Hang runtersause.»

 

Martina Polek

 

 


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