Auch ausserhalb der Arbeitszeiten etwas für den Job zu tun, ist für viele ein Tabu. So eng sollten wir das aber nicht sehen, sagt nun eine neue Studie.

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Wenn man Arbeit und Geselligkeit verbinden kann, macht das zufriedener.
Bild: ISTOCK

Wer zu Hause geschäftliche E-Mails liest oder ständig an die nächste Sitzung im Büro denkt, ist gestresster und schadet seiner Gesundheit, warnen Psychologen. Manchmal jedoch kann das Verbinden von Arbeit und Privatleben auch glücklich machen, wie Forscherinnen der Uni Zürich jetzt herausfanden. Sie befragten rund 90 berufstätige Probanden. Diese notierten während eines Monats siebenmal täglich, womit sie sich gerade beschäftigten und wie sie sich dabei fühlten. Die Auswertung ergab: Denjenigen Probanden, die private und berufliche Ziele miteinander verbinden konnten, ging es besser. «Zum Beispiel kann ein gemeinsam mit dem Lebenspartner besuchter Sprachkurs einen beruflich weiterbringen und gleichzeitig die Beziehung fördern», sagt Michaela Knecht, Psychologin und Mitautorin der Studie. Auch beim Feierabendbier mit den Kollegen über ein Projekt zu sprechen, verbindet soziale Bedürfnisse und den Job.

 

Wie sich die Work-Life-Balance weiter verbessern lässt, wollen die Psychologen nun genauer erforschen. Für ihre nächste Studie sind sie noch auf der Suche nach Probanden.

 

Tizian Schöni

 

 


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