Manchen Schülern sinkt während des Unterrichts vor Müdigkeit der Kopf fast auf den Tisch. Doch nicht etwa wegen langer Partynächte.

Worried and sad student male watching exam results on line in a laptop in a desk sitting at home room

Wer zu wenig schläft, ist auch schlechter in der Schule.
Bild: ISTOCK

Jeder fünfte Schweizer Jugendliche schläft zu wenig, und gar jeder zweite fühlt sich nach dem Schlaf nicht erholt. Das kann laut Schlafforschern Folgen haben: Depressionen, Konzentrationsschwierigkeiten und erhöhter Drogenkonsum. Sollten Teenager deshalb einfach früher ins Bett gehen? Nein, zeigen Studien, darunter kürzlich eine aus den USA. Denn die meisten Jugendlichen haben einen sogenannten Nachteulen-Schlafzyklus. Sie sind abends länger fit und brauchen dafür morgens mehr Schlaf. Da kommen die Schulzeiten ungelegen: Für die Teenager fühle sich der frühe Schulbeginn ähnlich an, wie wenn Erwachsene um drei Uhr morgens aufstehen müssten, so die US-Forscher.

 

«Ein späterer Unterrichtsbeginn wäre sinnvoller», sagt auch Daniel Süss, Psychologe an der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften. Neun Uhr hält er für ideal. «Natürlich würde sich die Schule in den frühen Abend hinein verlängern.» Eine Alternative sind laut Süss Ruheräume, die Schülern Gelegenheit geben, sich über Mittag oder in den Pausen zu entspannen. Öffentliche Schulen könnten sich also an Firmen wie Google, Unilever oder Samsung orientieren. Dort haben sich Ruheplätze für Mitarbeiter längst bewährt.

So schläft man besser ein

Trotz ihres späteren Einschlaf-Zeitpunktes können auch Nachteulen etwas tun, um besser zu schlafen:

  • Kurz vor dem Schlafengehen ist das Smartphone tabu. Denn das blaue Licht des Bildschirms hält wach.
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  • Das Schlafzimmer sollte ein Ort der Ruhe und des Rückzugs sein: Hausaufgaben oder Gamekonsolen haben dort nichts zu suchen.
     

  • Stattdessen soll man sich im Schlafzimmer entspannen können, zum Beispiel mit Lesen oder angenehmer Musik.

 

Tizian Schöni

 

 


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